Tag 5 & 6 - Und schon ist das SCOG Camp 2026 wieder Geschichte
Wir sind schon voll im Lagertrott: alle Abläufe sind einstudiert, die Regeln verstanden und der verhandelbaren Spielraum ausgelotet - schade eigentlich, dass wir schon bald wieder nach Hause fahren. Bevor es so weit war, stand am Donnerstag aber noch ein letzter voller Lagertag und somit ein volles Programm an. Nach zwei weiteren guten Trainingseinheiten ging es am Nachmittag nochmals in die Badi. Vor dem Abendessen schliesslich präsentierten die Tänzerinnen der versammelten Lagerschar die beiden Choreographien, die sie die vergangenen Tage hier in Schüpfheim einstudiert haben. Ich wiederhole mich hier zum x-ten Mal, aber es ist jedes Jahr beeindruckend, wie schnell die Kinder die anspruchsvollen Schritte und Abläufe beherrschen.
Fürs Abendprogramm wartete schliesslich das berühmt-berüchtigte Lagergericht auf die Schar. Dieses hat sich in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil des SCOG Camps entwickelt und fasziniert Kinder und Leiter:innen gleichermassen aufgrund der Kombination aus Nervosität vor einer Anklage und Belustigung über die verübten Strafen. Auch dieses Jahr kam wieder ein bunter Strauss aus Anklagen zusammen, vom Vernachlässigen der Mundhygiene, einem fahrlässigen Ernährungsverhalten oder Betreiben eines illegalen Beauty-Salons bis hin zu mehrmaligen Verstössen gegen die Nachtruhe-Regeln. Und auch einige der Leiter bekamen vor dem Lagergericht ihr Fett weg. Gleichzeitig belohnt das Gericht auch vorbildliches Verhalten - wobei man an dieser Stelle ehrlicherweise festhalten muss, dass das Gericht schon eher auf der tadelnden als auf der lobenden Seite steht...
Nach einem wilden letzten Abend stand am Freitag schliesslich bereits die Rückreise an. Einmal mehr beteiligten sich die Kinder vorbidlich am Aufräumen und Putzen, sodass wir das Lagerhaus um 12 Uhr makellos an die Vermieterin übergeben könnten. Nach einer letzten Monopoly-Runde konnte auch das Siegerland der Lagerolympiade erkoren werden: Deutschland sicherte sich den begehrten Titel nach einer fulminanten Aufholjagd und jedes Gruppenmitglied gewann eine coole Geschenktasche.
Um 14 Uhr am Nachmittag trafen wir schliesslich wieder in Luzern ein, wo sich die Kinder und ihre Eltern in die Arme fielen und somit den Schlusspunkt eines erfolgreichen SCOG Camp 2026 setzten. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Beteiligten, Helfer:innen und Sponsoren für ihre Unterstützung bedanken, ohne welche das SCOG Camp nicht so erfolgreich durchgeführt hätte werden können. Zuletzt ein grosses Kompliment an alle Kinder, die mit ihrer konstruktiven und positiven Art erheblichen Anteil am gelungenen Lager hatten. Wir freuen uns bereits auf die Ausgabe im kommenden Jahr!
SAVE THE DATE: 1. - 6. August 2027, Bütschwil
Tag 4 - Hinauf wandern, hinunter sausen
Am vierten Lagertag stand der traditionelle Eventtag auf dem Programm. Dieser führte dieses Jahr nach Sörenberg zur Rossweid. Den dortigen Spielplatz (und das Restaurant) musste sich die Lagerschar aber erst verdienen. Das heisst: Anstatt mit dem Bähnli gemütlich hinaufzufahren, wanderten wir den steilen Weg von Sörenberg hinauf in die Rossweid. Obwohl die Nacht für viele einmal mehr kurz war, erklommen die Kinder die rund 300 Höhenmeter im Eiltempo, sodass sie danach umso länger Zeit hatten, sich in der Rossweid auszutoben. Wenn eure Kinder auf der nächsten Wanderug reklamieren sollten, könnt ihr sie gerne an diese rekordverdächtige Wanderzeit erinnern.
Nach der langen Mittagspause folgte die wahre Belohnung für den strengen Weg hinauf: Wir düsten mit Riesen-Trottis zurück nach Sörenberg. Die Trottis sind mit extra dicken Reifen ausgestattet, sodass wir mit unseren Helmen und Bikes fast nicht mehr als Fussball- und Tanzgruppe zu erkennen waren, sondern eher als Bike-Gang erschienen.
Zurück in Sörenberg, nachdem sich der Adrenalin-Rush der Abfahrt gelegt hatte, ging es mit dem Postauto wieder "nach Hause" nach Schüpfheim. Dort warteten mit Rahmschnitzeli und "Stocki" ein tolles Gericht nach einem anstrengenden Tag auf uns. Den Abend hatten die Kinder zur freien Verfügung. Während einige sich mit ihren zuvor gekauften Snacks im Gruppenraum zum Filmabend gemütlich einrichteten, verbrachten die anderen den Abend in ihrem Zimmer oder Fussballspielend vor dem Haus. Die Nachtruhe schliesslich wurde für einmal von allen Zimmern gut eingehalten - ein typisches Indiz für die fortschreitende Lagerdauer ;-)
Tag 3 - Ein Programmpunkt jagt den nächsten
Der dritte Lagertag war vom Morgenessen bis zur Nachtruhe fast komplett durchgetaktet. Nach einer wesentlich ruhigeren Nacht stand nach dem Morgenessen bereits die dritte Trainingseinheit auf dem Programm. Und siehe da: Der gute Schlaf zeigte Wirkung und führte zu einem sehr positiven und einsatzfreudigen Training. Frisch gestärkt mit feinen Spaghetti zum Mittagessen versammelten sich die Kinder kurz darauf hinter dem Haus fürs obligatorische Lagerfoto in den zuvor verteilten Lagershirts. Diese kommen dieses Jahr in einem neuen Design daher. Wir finden, mintgrün steht uns hervorragend :). Am Nachmittag dann trotzten die Kids erneut den hohen Temperaturen und zeigten in den Trainings vollen Einsatz.
Nun hatten sie sich eine Abkühlung also definitiv verdient. Obwohl die Wetterprognose sich ähnlich düster präsentierte wie am Vortag, versuchten heute alle ihr Glück in der Badi und wurden für ihren Mut tatsächlich belohnt. So konnten wir direkt aus den Bassins verfolgen, wie die prognostizierte Gewitterfront einige Kilometer seitlich von uns durchzog und uns verschonte. So konnten sich die Kinder nochmals rund zwei Stunden voll in der Badi austoben.
Zurück im Lagerhaus reichte die Zeit für einen Sprung unter die Dusche, bevor wir von der Küchen-Crew mit feinen Chügelipastetli und Pommes-Frites versorgt wurden. Im Abendprogramm stand ein weiteres Highlight auf dem Programm, denn die 1.- Mannschaft des SCOG gastierte für ein Testspiel in Schüpfheim. Obwohl die Kinder extra für dieses Spiel (und die Lagerolympiade) eigene Fansongs komponierten, taten sich die Männer auf dem Platz schwer und mühten sich gegen Schüpfheim - immerhin nach 1:4-Rückstand - zu einem 4:4. Der Euphorie der Kinder wiederum tat dies keinen Abbruch, sodass sie nach dem Schlusspfiff wild den Platz stürmten und auf Autogrammjagd bei den Spielern gingen.
Schliesslich fand zurück im Lagerhaus dieser ereignisreiche Tag nach einem letzten Kuchenstück ein gelungenes Ende.
Tag 2 - Trainieren, Schwitzen, (Baden)
Nach einer (für viele) kurzen Nacht, blickten die Leiter:innen beim Morgenessen in viele müde Gesichter. Auch wenn die Kinder gerne das Gegenteil behaupten würden - den wenigen Schlaf konnten sie beim besten Willen nicht kaschieren. Da hilft nur eines, um wach zu werden: Trainieren. Gleich nach dem Morgenessen fand die erste Trainingseinheit des Lagers statt. Während die Tänzerinnen ihre Choreographien im Dorfschulhaus einstudieren können, dürfen die Fussballer auf der ausgezeichneten Anlage des FC Schüpfheims trainieren, wo erst vor wenigen Wochen ein brandneuer Kunstrasen eröffent wurde. Wir haben also das Privileg, fast die allerersten Pässe und Schüsse auf dem neuen Platz abzugeben. Wobei einige fachkundige Meinungen unter den Kindern das "Gras" des neuen Kunstrasen eher kritisch als zu hoch, zu steif, und vielleicht auch als zu grün taxierten.
Die zweite Trainingseinheit stand dann im Zeichen der Hitze und wurde leicht verkürzt durchgeführt. Stattdessen war ein Besuch in der Badi Schüpfheim geplant. Während die Tänzerinnen diesen Plan souverän durchführten, machten die Fussballer den Fehler, nach dem Training kurz die Meteoapp zu prüfen. Dieses sagte in rund einer Stunde ein heftiges Gewitter voraus. Der Badibesuch für die Fussballer wurde aus Gründen der Sicherheit also abgesagt. Nur erreichte das prognostizierte Gewitter Schüpfheim gar nie. Der Lagerleiter musste für diese Fehlentscheidung natürlich einige Häme über sich ergehen lassen. Nun ja, einigen Jungs war es vermutlich gerade Recht so, da sie so noch ein wenig zum Gamen kamen.
Im Abendprogramm absolvierten die Lagergruppen einen klassischen Lager-Postenlauf, mit vielen verschieden skurrilen und ungewöhnlichen Übungen. Abgerundet wurde dieser erfolgreiche Lagertag vom hervorragenden Essen, das die Küche jeweils auf die Teller zaubert sowie einem Glace zum Dessert.
Tag 1 - Schüpfheim here we come!
Lange mussten wir warten, doch nun ist es endlich wieder so weit. Wir fahren ins SCOG Camp 2026. Am Sonntagmittag in der Gluthitze von Luzern versammelte sich eine gut gelaunte Lagerschar von rund 70 Personen am Bahnhof Luzern. Ihr Ziel: Das Haus an der Emme in Schüpfheim. Im schönen Lagerhaus direkt an der kleinen Emme durften wir bereits mehrmals eine tolle Lagerwoche verbringen. Mit dem grossen Umschwung und den Räumlichkeiten, die mit viel Tageslicht ausgestattet sind, hat es uns das Haus an der Emme definitiv angetan.
Nach einer kurzweiligen Zugfahrt nach Schüpfheim wurden, angekommen im Lagerhaus, die Zimmer bezogen und die ersten Pingpong-Spiele und Fussballmätchli ausgefochten. Am Abend dann wurden die Kinder in das diesjährige Lagermotto eingeführt. Das diesjährige Motto steht im Zeichen der Fussball-WM - und des beliebten Brettspiels Monopoly. In sieben Ländergruppen kämpfen die Teams um Tribünen und Stadien und versuchen, den anderen Ländern ihr Geld aus der Tasche zu ziehen.
Anschliessend durften sich die Kinder am Kuchenbuffet austoben und ihr Zuckerlevel nochmals richtig hochpushen, bevor sie sich kurz danach zur Nachtruhe in ihre Zimmer zurückziehen mussten. Wobei das Wort "Nachtruhe" in diesem Zusammenhang aufgrund des unüberhörbaren Geräuschpegels in den Zimmern wohl verfehlt ist. Nun ja, das eine oder andere Kind dürfte den kurzen Schlaf in den beiden Trainingseinheiten morgen Montag wohl noch bereuen...

